Kennenlern-Abend am 24.10.2025

Liebe Interessierte an Klimaschutz und der Arbeit von WeilerswistZero,

wir laden euch sehr herzlich zu einem Kennenlern-Abend ein: und zwar nächste Woche Freitag, am 24.10. um 19.30 Uhr.

Unsere großen Projekte dieses Jahr waren die Veranstaltung zu Zukunftsbildern und der Wahlcheck zur Kommunalwahl.

Jetzt orientieren wir uns neu:

  • Wie geht es weiter?
  • Wie entwickeln wir die Zukunftsbilder weiter und wo zeigen wir sie der Öffentlichkeit?
  • Wie können wir Ideen zu einer klimafreundlichen Entwicklung unseres Heimatortes auch in die kommunale Politik bringen?

Hierfür freuen wir uns auf deine Neugierde und wenn du Lust bekommst, an den Projekten mitzuwirken. Es werden keine speziellen Vorkenntnisse erwartet.

Vielleicht bringst du auch eigene Ideen mit?

Wir freuen uns sehr über jede einzelne interessierte Person!

Der Ort des Treffens ist noch nicht ganz sicher, den teilen wir aber nach Anmeldung mit.

Herzliche Grüße und bis hoffentlich bald

Euer WeilerswistZero -Team

Apfelernte 2025

Am 03. und 04.10.2025 von 9-16 Uhr findet wieder die alljährliche Apfelernte, organisiert von der Essbaren Gemeide e.V., auf den Streuobswiesen in den Erftauen in Weilerswist statt. Jeder darf sich so viele Äpfel mitnehmen, wie er tragen kann.

Außerdem könnt ihr der Essbaren Gemeinde bei der Ernte helfen. Die gesammelten Äpfel werden dann zur mobilen Saftpresse der SoNNe eG (Streuobstwiesen Netzwerk Nordeifel) gebracht und direkt zu Saft gepresst, der auch vor Ort probiert und gekauft werden kann. Die Presse steht am Sonntag vor dem Sportplatz in Weilerswist.

Vor allem für Familien und Kinder ist es immer wieder ein tolles Erlebnis bei der Ernte mitzumachen. Jeder selbst gepflückte oder vom Baum geschüttelte Apfel ist ein kleiner Schatz und schmeckt noch besser. 🙂

Wir von WeilerswistZero sind seit vielen Jahren auch dabei und freuen uns das ganze Jahr darauf.

Kommt gerne vorbei und macht mit! Wir freuen uns auf viele helfende Hände!

Hochwasserschutz durch Miscanthus

Wie wir alle in den letzten Jahren erlebt haben, nehmen Starkregenereignisse und daraus resultierende Hochwasser durch den voranschreitenden Klimawandel in ihrer Häufigkeit und Intensität zu. Nicht nur wir Menschen sind unmittelbar in der Natur mit unseren Orten und Häusern mit Gärten, in denen wir leben, betroffen, sondern auch die landwirtschaftlichen Flächen. Neben Schäden an Bebauungen können auf landwirtschaftlichen Flächen erhebliche Ernteausfälle und Erosionen entstehen.

Extremwetter-Ereignisse wie das Flutereignis 2021 können nicht verhindert werden – auch nicht mit gigantischen technischen Hochwasserschutzmaßnahmen! Den Folgen der Ereignisse kann aber durch resiliente Maßnahmen vorgebeugt oder das Ausmaß zumindest deutlich abgeschwächt werden!

Ein Mosaikstein von vielen verschiedenen Maßnahmen stellt die Etablierung einer mehrjährigen Ackerkultur dar – des Nachwachsenden Rohstoffs Miscanthus × giganteus (Chinaschilf).
Dieses schilfartige Süßgras bietet für die Bevölkerung und deren Bebauungen, für die Landwirte und deren Ackerflächen einen wirksamen und natürlichen Starkregenschutz.

Starkregenereignisse und Miscanthus

Bei Starkregenereignissen fällt mitunter so viel Niederschlag auf den Boden, dass der Niederschlag nicht versickern kann und somit oberflächennah abfließt. Der gesättigte Boden kann bei zu wenig Bodenbedeckung abgetragen werden und wie Schlammlawinen bei minimalem Gefälle in Richtung Ortschaften fließen. Um dem vorzubeugen bzw. dies abzuschwächen könnte Miscanthus auf den Flächen rund um Ortschaften angebaut werden. Starkregenereignisse laufen immer gleich ab mit unterschiedlicher Intensität – das Wasser sucht sich seinen Weg. Diese sogenannten Fließwege gilt es zu unterbrechen.

Oberflächenwasser-Ablaufhemmer

Miscanthus wirkt dabei wie ein Oberflächenwasser-Ablaufhemmer. Während bei Grünlandflächen, meistens mit Grasbewuchs, das Wasser über die Fläche rauscht, bei Ackerkulturen bspw. Aussaaten weggespült oder Kulturen beschädigt und zerstört werden sowie Ernteausfälle drohen, bleibt Miscanthus stehen. Im Miscanthus-Bestand schiebt sich die natürliche Mulchschicht durch das Wasser zusammen, das Wasser wird in der Fläche ausgebremst, also zurückgehalten und hat mehr Zeit in den Boden zu versickern.

Geeignete Flächen für den Anbau

Besonders bieten sich starkregen- oder erosionsgefährdete, ackerbaulich ungeeignete, z.B. nie nachhaltig wirtschaftlich nutzbare Flächen für eine Pflanzung von Miscanthus ab. Ebenso topografisch gefährdete Flächen wie solche mit Gefälle zu Bächen, Flüssen oder Bebauungen. Auch der Schutz für andere umliegende Flächen kann somit ermöglicht werden. Durch
die Etablierung von Miscanthus bleibt die Nutzung der Fläche ohne Verlust bestehen und es kann gesichert jährlich im Frühjahr geerntet werden, da Starkregen dem Miscanthus nichts anhaben kann.

Kooperation mit Forschungsprojekt

Die Gemeinde Weilerswist soll sich weiterhin in Kooperation mit dem Forschungsprojekt MisKaRe der Universität Bonn und den lokalen Landwirten dafür einsetzen, dass Pflanzungen von Miscanthus vorgenommen werden und sich dabei zur Modellkommune entwickeln. Damit soll eine schnell umsetzbare und geförderte Maßnahme als Beitrag zum Hochwasserschutz unterstützt werden, um so als Eigentums-, Objekt- und Infrastrukturschutz möglichen Schäden durch Starkregenereignisse vorzubeugen bzw. diese abzuschwächen.

Wissenschaftliche Begleitung

In dem Forschungsprojekt MisKaRe innerhalb der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn geht es u.a. darum, neue Miscanthus-Flächen im Erft Einzugsgebiet zu etablieren. Weitere Flächen für den gezielten Miscanthusanbau werden gesucht.

Forschungsrelevante Messungen wie u.a. Starkregensimulationen und Infiltrationsmessungen auf etablierten Miscanthusflächen werden durchgeführt. Vergleichsmessungen werden auf einjährigen Ackerkulturen und Dauergrünland vorgenommen. Die am Versuchsstandort Campus Klein-Altendorf anfallende Biomasse wird geerntet und in langlebige recyclingfähige Produkte umgewandelt.

Miscanthus bietet viele Nutzungsmöglichkeiten:

  • als Zellstoff für die Papier- und Verpackungsindustrie bspw. als Toilettenpapier
  • als Rohstoff in der Bauindustrie für Dämmstoffe
  • als Tierstreu wie Pferdeeinstreu
  • als Brennmaterial in der Energiewirtschaft in Häcksel- und Pelletheizungen
  • im Gartenbau und in der Landwirtschaft:
    • als Mulchmaterial bspw. im Erdbeeranbau
    • als Pflanzsubstrat

Der Nachwachsende Rohstoff, erfreut sich einer steigenden Nachfrage, hat großes wirtschaftliches Potenzial und kann zur Förderung landwirtschaftlicher und wirtschaftlicher Resilienz beitragen.

Förderung durch den Kreis Euskirchen

Der Kreis Euskirchen fördert im Rahmen des Projektes Land4Climate in dem Partnerschaftsaufruf den Miscanthus-Anbau im Kreisgebiet als Maßnahme zur Klimawandelanpassung auf landwirtschaftlichen Eigentumsflächen und Pachtflächen. Unter Angabe einer klimawandelbedingten Betroffenheit bzw. Eignung der Fläche wie bspw. Erosion oder Starkregen wird nach Prüfung durch den Kreis ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Da es sich bei Miscanthus um eine mehrjährige Kultur handelt ist es notwendig eine Mindeststandzeit von 12 Jahren zu gewährleisten. Durch den Kreis werden Kosten für das Pflanzgut (Rhizome), für die Pflanzung durch ein externes Unternehmen, sowie für die Pflegemaßnahmen in der Etablierungsphase und die Ernte, die ebenfalls durch ein externes Unternehmen abgewickelt wird übernommen. Die geerntete Biomasse gehört natürlich den Landwirten. Nach Absprache mit dem Fördermittelgeber muss als einzige Vorleistung eine fachgerechte Saatbettbereinigung vor der Pflanzung durch die Landwirte vorgenommen werden.

Miscanthus – die Dauerkultur bietet für Landwirte weitere Vorteile

Das schnell wachsende Süßgras ist anspruchslos im Anbau, benötigt kaum bis keine Pflanzenschutzmittel, ist mehrjährig, nicht invasiv, kann als Dauerkultur über mindestens 20 Jahre stehen bleiben, trägt zur Bodenverbesserung und zum Bodenschutz bei, u.a. durch Humusaufbau. Zudem betreibt Miscanthus aktiv Klimaschutz. Pro Hektar und Jahr speichert es bis zu 30 Tonnen CO2. Desweiteren dient die Dauerkultur der Förderung der Biodiversität und als Rückzugsgebiete für Tiere.

Erste Pilotfläche im Kreis Euskirchen in Weilerswist gepflanzt

Eine erste Pilotfläche wurde in Weilerswist-Ottenheim im Mai 2025 angelegt. Weitere Flächen in der Gemeinde Weilerswist könnten hinzu kommen. Mit der Unterstützung der Politik vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt und den lokalen Landwirten kann so effektiv und kurzfristig ein natürlicher Schutz vor Starkregen mit Wirtschaftspotenzial – zum Schutz für uns alle ermöglicht werden.

Es wird aktiv auf Erkenntnisse aus der Bevölkerung gesetzt. Interesse an der Etablierung von Miscanthus und oder Beobachtungen über Fließwege von Wassermassen bei Starkregenereignissen, die in Richtung der Ortsteile von Weilerswist verlaufen – idealerweise auf Ackerflächen? – Gerne teilen und schreiben an s.heidemann@uni-bonn.de

Weitere Informationen zur Pflanzung in Weilerswist-Ottenheim:
https://www.rundschau-online.de/region/euskirchen-eifel/kreis-euskirchen/miscanthus-feiert-premiere-in-landwirtschaft-im-kreis-euskirchen-1032117

Video: https://www.instagram.com/weilerswistzero/reel/DOeQIpTjOgF

Autor: Sören Heidemann

Erste Pilotfläche im Kreis Euskirchen in Weilerswist Ottenheim, zwischen hängiger PV-Anlage und Ortschaft:

ein paar Wochen und vier Monate nach der Pflanzung

Extremwetterfrühwarnsysteme

Folgen und Ausmaß von Extremwetter-Ereignissen, wie die des Flutereignisses 2021, können nicht verhindert werden – auch nicht mit gigantischen technischen Hochwasserschutzmaßnahmen!

Was allerdings möglich ist sind Abschwächungen durch vorbeugende Maßnahmen, wie etwa Frühwarnsysteme und besserer, proaktiver Bevölkerungsschutz.

Dazu gehören Warnsysteme wie stationäre und mobile Sirenen, aber auch sensorgestützte Frühwarnsysteme an Flüssen und Bächen.

Von der Quelle bis zur Mündung über kommunale Grenzen hinweg

Bei den sensorgestützten Frühwarnsystemen wird der aktuelle Wasserpegel von der Quelle bis zur Mündung über kommunale Grenzen hinweg gemessen und je nach Art unterschiedlich genau prognostiziert mit Unterschieden in der zur Verfügung stehenden Warnzeit. Das Monitoring – eine kontinuierliche Überwachung der Flusspegel und Niederschläge – dient damit der Vorhersage und Warnung.

Bei schwellwertbasierten Frühwarnsystemen wird eine Warnung ausgesendet sobald am Sensor ein erhöhter Wasserstand gemessen wird.

Bei hydraulischen Frühwarnsystemen löst frühzeitiges Erkennen von hohen Wasserständen im Oberlauf des Baches / Flusses die Warnung aus. Wenn in der Quelle der Swist und Nebenflüssen der Swist oder Erft schon ein erheblicher Anstieg des Wasserpegels gemessen wird, ist klar, dass der Wasserspiegel einige Zeit später auch in Weilerswist ansteigt. Die Zeit zwischen dem Anstieg in der Nähe der Quelle und in Weilerswist kann so genutzt werden, um die Bevölkerung zu informieren, notfalls zu evakuieren oder Maßnahmen, z.B. das Errichten von mobilen Hochwasserschutzbarrieren, zu ergreifen.

Bei Bodenfeuchte-gestützten Frühwarnsystemen wird der Wasserstand im Verhältnis zur Aufnahmefähigkeit des Bodens prognostiziert. Mit der daraus resultierenden längeren Vorwarnzeit ist das Ergreifen von Maßnahmen deutlich erfolgsversprechender.

Monitoring und Vorhersage der lokalen Wetterlage

Zusätzlich sollte für ein umfassendes Warnsystem die lokale Wetterlage erfasst werden. Dieses kann in allen Ortsteilen mit dem Aufbau von lokalen bodensensorgestützten Wetterstationen geschehen. Über die Vorhersage der Bodensättigung könnten ergänzend zu den Frühwarnsystemen Warnungen vor Oberflächenabfluss und damit vor dem Hervorrufen von Hochwassern in unmittelbarer Umgebung der Ortschaften ausgesprochen werden. Damit wären nicht nur die Bereiche der Flüsse und Bäche abgedeckt, sondern auch die Bereiche an denen kein Gewässer fließt – dafür aber Oberflächenabfluss von bspw. Ackerflächen droht. Der warnbare Bereich wäre deutlich ausgedehnt, genauer und die Vorwarnzeit noch aussagekräftiger!

Solche Vorsorgemaßnahmen könnten relativ kurzfristig umgesetzt werden und wären nicht kostenintensiv. Durch diese Systeme könnten Schäden im Hochwasserfall verringert werden!

Je früher gewarnt wird, desto mehr Zeit bleibt zum Handeln!

Video: https://www.instagram.com/weilerswistzero/reel/DOZcHL3jOFE/

Autor: Sören Heidemann

Klimapolitik beginnt in der Gemeinde

In Weilerswist stehen wichtige Entscheidungen an. Bei der Kommunalwahl am 14. September 2025 wählen die Bürger und Bürgerinnen nicht nur einen neuen Gemeinderat und eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister, sie stellen auch die Weichen für den lokalen Klimaschutz in den kommenden Jahren.

Denn in Städten und Gemeinden werden die Grundlagen für nachhaltige Mobilität, Energieversorgung, Bauen, Sanieren und vieles mehr gelegt. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes („Kommunales Einflusspotenzial zur Treibhausgasminderung“) könnten Kommunen durch ambitionierte Maßnahmen rund 38 Prozent der in Deutschland verursachten Treibhausgasemissionen beeinflussen. Dieses Potenzial zeigt, wie groß der Hebel vor Ort ist, auch wenn nicht jede Maßnahme sofort umsetzbar ist.

Wahlalter ab 16 in NRW

In Nordrhein-Westfalen dürfen auch 16- und 17-Jährige bei Kommunalwahlen ihre Stimme abgeben. Das ist besonders wichtig, weil Klimaschutz eine Generationenaufgabe ist und die Entscheidungen von heute die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen über Jahrzehnte prägen. Der Wahlcheck bietet ihnen die Möglichkeit, sich gezielt über die Klimapositionen der Parteien und Kandidierenden zu informieren – und so selbstbewusst mitzuentscheiden.

Der Klima-Wahlcheck: Positionen auf einen Blick

Die Idee hinter dem Wahlcheck: Bürgerinnen und Bürger sollen sich auf sachlicher Grundlage informieren können – und die Politik soll sich zu klaren Positionen bekennen. Um diese Transparenz zu schaffen, haben wir – die Initiative WeilerswistZero – in Zusammenarbeit mit der Organisation LocalZero einen Klima-Wahlcheck* für Weilerswist erstellt.

Dafür haben wir allen demokratischen Parteien** – CDU, FDP, GRÜNE, SPD und UWV – sowie den drei demokratischen Bürgermeisterkandidaten und der Bürgermeisterkandidatin insgesamt 19 Thesen zu Themen wie erneuerbaren Energien, Wohnen, Mobilität und Hochwasserschutz vorgelegt. Alle angefragten Parteien und alle Kandidierenden haben geantwortet.

Die Funktionsweise

Die Antworten der Kandidierenden und Parteien sind getrennt unter „Bürgermeister-Wahl“ und „Gemeinderatswahl“ zu finden. Zunächst gibt man zu allen Thesen eine eigene Position („stimme zu“, „neutral“, „stimme nicht zu“) an, kann Themen zusätzlich gewichten und erfährt dann, wie stark die eigene Haltung mit den Positionen der Parteien und der möglichen künftigen Bürgermeisterin bzw. Bürgermeisters übereinstimmt. Anschließend lässt sich jede These einzeln durchgehen – mit den Begründungen der Befragten.

Mit diesem Online-Tool schaffen wir eine bisher noch nicht dagewesene Transparenz und Information über die klimarelevanten Positionen der Kandidierenden. Die Antworten geben uns auch über die Wahlentscheidung hinaus ein Instrument an die Hand: In den kommenden Jahren können wir nachfragen, diskutieren, erinnern, anregen – und auf das verweisen, was heute gesagt und geschrieben wurde. Damit leisten wir als Wähler einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Kultur in unserer Gemeinde. Denn Klimaschutz beginnt mit Information und setzt sich in vielen kleinen und großen Entscheidungen fort.

Gemeinsam etwas bewegen

Beim Klimaschutz geht es nicht um Parteipolitik, sondern um unsere gemeinsame Zukunft. Unsere Initiative WeilerswistZero ist ehrenamtlich getragen. Wir setzen uns in unserer Freizeit dafür ein, dass unsere Kommune lebenswerter, zukunftsfähiger und klimagerechter wird. Dazu gehört auch, politische Prozesse kritisch zu begleiten – und auf konstruktive Weise mitzugestalten.

Mit dem Wahlcheck wollen wir dazu beitragen, dass Klimaschutz auch nach der Wahl auf der Agenda bleibt – als Querschnittsaufgabe, als gesellschaftliche Verantwortung und als Chance, gemeinsam voranzugehen.

👉 Hier geht’s zum Klima-Wahlcheck Weilerswist: weilerswistzero.de/wahlcheck

Wir freuen uns über alle, die dabei mitmachen.

* Der Wahlcheck ist eine Initiative von GermanZero/LocalZero und angelehnt, aber unabhängig vom bekannten Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.

** Die AfD wurde nicht befragt. Sie leugnet in ihrem aktuellen Bundesparteiprogramm und in vielen öffentlichen Äußerungen den menschengemachten Klimawandel und fordert den Ausstieg aus der deutschen und europäischen Klimapolitik. Eine konstruktive Auseinandersetzung über unsere Thesen ist mit dieser Partei nicht möglich.

Autor: Barbara, veröffentlicht am 18.08.2025

Bericht über den Infostand von WeilerswistZero beim Sommerlichen Hoffest Kulturhof Velbrück am 29. Juni 2025 in Metternich

Trotz hochsommerlicher Hitze von über 30 Grad Celsius fanden wieder viele Besucher zum traditionellen Hoffest in Metternich.

Unser Infostand zeigte mehrere Themenbereiche auf:
Angefangen bei der Klimaneutralität bis 2040 als Ziel für die Gemeinde Weilerswist, über die Ankündigung eines Wahlchecks analog zum Wahl-O-Mat, bezogen auf die Kandidierenden für das Bürgermeisteramt und die Parteien/Fraktionen im Gemeinderat, bis hin zu Starkregen- und Hochwasserschutzmaßnahmen sowie Frühwarnsystemen für Swistbach und Erft.

Die Fotos zeigen den Infostand und die Klimawaage. Diese macht abstrakten Klimaschutz anschaulich, gibt Orientierung und motiviert zum Handeln. Die Klimawaage besteht aus einer klassischen Waage mit zwei Waagschalen und dazugehörigen unterschiedlich schweren Dosen.

Je nach Handlungsfeld gibt es Dosen für folgende Kategorien:
• Ernährung
• Strom
• Mobilität
• Bewusster Konsum
• Wohnen

Jede Dose ist einem Themenfeld zugeordnet und stellt die CO2-Einsparung einer bestimmten Alltagshandlung dar. Die Dose „Sparduschkopf einbauen“ beispielsweise zeigt, wie viel CO2-Äquivalente man im Jahr spart, wenn man seinen Duschkopf mit hohem Wasserdurchlauf durch eine sparsamere Alternative ersetzt.
http://www.nachhaltigerkonsum.info/Klimawaage

Das Klimawaage-Kartenspiel gibt eine Antwort auf die Frage, worauf es beim Klimaschutz im Alltag ankommt:
Welche Handlungen sparen besonders viel CO2 ein im Vergleich zu anderen? Jede Karte verkörpert den Treibhausgas-Einspareffekt, den bestimmte nachhaltige Alltagsentscheidungen auslösen. Auf der Vorderseite steht die Handlung, auf der Rückseite die CO2- Einsparung. Die Rückseite der Karte „Vegane Ernährung“ zum Beispiel zeigt, wie viel CO2 man einspart, wenn man sich nur pflanzlich ernährt.

Unser primäres Ziel war es mit den Besucher:innen ins Gespräch zu kommen und zu erfragen, was in der Gemeinde verbessert werden sollte und welche Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft der Gemeinde bestehen.

Zu diesem Zweck haben wir eine kleine Umfrage mit 7 Fragen digital unter www.menti.com und analog als Fragebogen zur Beantwortung vorbereitet.

Beispiel:

  • Was wünschen Sie sich in/für Metternich?
  • Wie stellen Sie sich Weilerswist im Jahr 2040 vor?
  • Wie bewerten Sie die Kommunalpolitik in Weilerswist?
  • Wie wichtig ist Klimaschutz für Sie?
  • Wollen Sie wissen, wie die Parteien und
    Bürgermeisterkandidierenden die Zukunft von Weilerswist gestalten wollen?
  • Würden Sie an einem solchen Wahlcheck online teilnehmen?
  • Würden Sie sich an Klimaschutzprojekten beteiligen?

Weitere Themen, zu denen wir Gesprächsangebote machten,
waren:
• Info und Erklärung wofür WEILERSWISTZERO steht
• Bürgerbeteiligung von jung bis alt
• Hochwasserschutz
• Erneuerbare Energien
• Extremwetter-Frühwarnsysteme
• Starkregenvorsorge
• Hitzeschutz
• Zukunftsbilder für Weilerswist 2040
• Wahlcheck zur Kommunalwahl
• Umsetzungssammlung PV und Wind

Fazit

Fast alle Besucher unseres Standes zeigten sich interessiert, sowohl was WeilerswistZero generell anging, als auch zu unserem Einsatz für Veränderung und Entwicklung für die Zukunft der Gemeinde Weilerswist. Der Wille etwas zu verändern, sich selbst einzubringen und aktiv zu werden, machen statt motzen, fand sehr viel Zuspruch. Das wiederum motivierte in dieser Richtung weiter zu machen und die Gesprächsangebote zu intensivieren. Das Hoffest war sehr gut organisiert und es lohnt sich in jedem Fall auch im nächsten Jahr dabei zu sein.

Sommerliches traditionelles Hoffest in Metternich, Kulturhof Velbrück

Wir freuen uns darauf am 29. Juni 2025 in der Zeit von 12-18 Uhr möglichst viele Weilerswister/Metternicher an unserem WeilerswistZero-Stand begrüßen zu dürfen. Gerne möchten wir erfahren, wie sich die Besucher die Zukunft der Gemeinde Weilerswist vorstellen. Welche Wünsche, Ideen und Vorstellungen haben Sie / habt Ihr? Welche Orte und Zustände müssen unbedingt verbessert oder beseitigt werden. Was macht Weilerswist aus? Wie sollen die Gemeinde in 2040 aussehen? Gerne möchten wir darüber ins Gespräch kommen. Ihre/Eure Meinung ist für uns wichtig.

Mit Hilfe einer Klimawaage, einem interaktiven Lern- und Kommunikationswerkzeug, möchten wir die Wirkung von Klimaschutzmaßnahmen sichtbar machen. Die Klimawaage beantwortet auf anschauliche Weise die zentrale Frage: Welche Maßnahme bringt den größten Effekt für das Klima?

Zukunft gemeinsam gestalten – Rückblick auf unseren Workshop „Ideenschmiede für Weilerswist“


Was wäre, wenn wir unsere Gemeinde ganz neu denken könnten? Wenn wir gemeinsam eine Vision entwerfen würden – für ein Weilerswist, das klimafreundlich, sozial und lebenswert für alle ist? Genau darum ging es bei unserem Workshop zum Thema Reale Utopien, den wir von WeilerswistZero am Abend des 11. April veranstaltet haben.

Was im Workshop geschah:

Mit engagierten Menschen aus Weilerswist und Umgebung haben wir einen Abend lang Zukunft gesponnen – und zwar nicht irgendwie, sondern mit Struktur, Kreativität und Tiefgang:


Zu Beginn bewegten wir uns im Raum zu verschiedenen Aussagen – je nach Zustimmung oder Ablehnung. So entstand ein lebendiges Stimmungsbild: Wo stehen wir als Gruppe, wie denken wir über Themen wie Klimaschutz, Mobilität, Zusammenleben?


Im nächsten Schritt wurde es persönlich: Jede*r schrieb Werte auf, die das eigene Handeln im Leben bestimmen. Diese Werte verwandelten wir in Paradigmen – Leitlinien für ein besseres Miteinander. Und dann: Augen zu und ab auf unsere imaginäre Insel! Dort lebten die Menschen genau nach diesen Prinzipien. In Gruppen dachten wir aus, wie diese Insel-Gesellschaft organisiert ist:

  • Wie wohnen, leben und bewegen sich die Menschen?
  • Wie treffen sie politische Entscheidungen?
  • Welche Rolle spielen Kunst, Kultur und Gemeinschaft?


Schließlich machten wir den Reality-Check: Was davon könnten wir – realistisch – im Jahr 2040 in Weilerswist umsetzen? Die Ergebnisse waren kreativ, mutig und inspirierend. Klar wurde: Eine nachhaltige, lebenswerte Zukunft ist nicht nur möglich – sie beginnt mit dem ersten Schritt. Und der kann hier sein. Jetzt. In Weilerswist.

Und du?

Wir möchten alle Menschen einladen, bei diesem Wandel mitzuwirken. Ob beim nächsten Workshop, bei Aktionen in der Gemeinde oder als aktives Mitglied im Verein – jede Stimme, jede Idee zählt.


Denn: Die Zukunft wird nicht irgendwas – wir gestalten sie selbst. Und zwar gemeinsam.

Mach mit bei WeilerswistZero – für ein klimafreundliches, soziales und lebenswertes Weilerswist.

Autor: Alex, veröffentlicht am 17.04.2025

ZukunftsBilder – Ideenschmiede für WeilerswistVielfalt an Perspektiven gesucht

Nach unserem inspirierenden Auftakt im November 2024 laden wir erneut ein: Am 11. April 2025 gehen wir den nächsten Schritt in Richtung einer positiven Zukunft für unseren Ort. Gemeinsam entwickeln wir konkrete Bilder einer wünschenswerten Zukunft für Weilerswist – eine Zukunft, in der wir gerne leben würden.

In kleinen Gruppen erkunden wir zentrale Themen wie Wohnen, Mobilität, Konsum, Bildung, Berufe, Gemeinschaft, Organisation und Ortsgestaltung. Dabei geht es nicht um Grenzen oder Hindernisse, sondern um die Frage: Welche Zukunft wollen wir?

Statt uns von negativen Prognosen lähmen zu lassen, versetzen wir uns in eine lebenswerte Zukunft – um von dort aus zu entscheiden, für welche Entwicklungen wir uns heute stark machen müssen.

Von der Idee zum Bild

Unsere gesammelten Ideen werden in den kommenden Monaten in grafische Zukunftsbilder übersetzt, die im Sommer 2025 öffentlich präsentiert werden. Damit machen wir sichtbar, was möglich ist – und bringen Menschen zusammen, die gemeinsam aktiv werden wollen.

💡 Wer will sich mit eigenen Ideen einbringen? Ob mit oder ohne Vorkenntnisse, ob skeptisch oder optimistisch – jede und jeder ist willkommen! Denn Zukunft braucht Offenheit, Mut und Menschen, die sie gestalten wollen.

📅 11. April 2025
📍 Aula der Gesamtschule Weilerswist
🕖 19:00 – 21:00 Uhr
✉️ Anmeldung: info@weilerswistzero.de (nicht erforderlich, aber hilfreich für die Planung)

Weilerswist Zero – Stell dir vor, eine gute Zukunft ist möglich!

Realutopien für Weilerswist: Warum wir eine gute Zukunft entwerfen wollen

Die Welt um uns herum befindet sich im Wandel – und oft nicht zum Guten. Immer mehr Flächen werden zubetoniert, das Klima heizt sich auf, und wertvolle Naturräume verschwinden. Viele Menschen empfinden diesen Prozess als unausweichlich, als wären sie machtlose Zuschauer einer Entwicklung, die sie nicht beeinflussen können. Doch dem muss nicht so sein. Die bewusste Beschäftigung mit einer möglichen Zukunft kann Wege aufzeigen, wie eine lebenswerte Welt gestaltet werden kann.

Der Frosch im Kochtopf

Das Bild des Frosches im Kochtopf veranschaulicht eine verbreitete Dynamik gesellschaftlicher Entwicklungen. Wird das Wasser langsam erhitzt, merkt der Frosch die steigende Temperatur nicht – bis es für ihn zu spät ist. Ähnlich verhält es sich mit den Herausforderungen unserer Zeit: Der Alltag scheint vielen Menschen stabil, doch schleichend verändern sich Umwelt, Klima und Lebensbedingungen. Diese Normalisierung des Negativen macht es schwer, die Dringlichkeit von Veränderung zu erkennen. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, braucht es bewusst positive Zukunftsbilder, die nicht nur Probleme aufzeigen, sondern konkrete Alternativen entwerfen.

Was sind Realutopien?

Utopien dienen als positive Leitbilder, die Visionen für eine bessere Zukunft enthalten. Realutopien hingegen sind keine reinen Gedankenspiele, sondern bereits existierende, zukunftsweisende Ansätze und Projekte, die auf eine regenerative und gerechte Gesellschaft hinarbeiten. Sie zeigen, dass Alternativen nicht nur denkbar, sondern machbar sind.

Realutopien sind damit keine abstrakten Ideale, sondern praxistaugliche Visionen, die auf bereits erprobten Modellen beruhen. Sie bieten konkrete Möglichkeiten, den Alltag nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten. Statt sich von Schreckensszenarien lähmen zu lassen, entsteht durch sie ein konstruktiver Blick auf das, was nötig und möglich ist.

Die Bedeutung von Realutopien für Weilerswist

Die Initiative Weilerswist Zero hat sich zum Ziel gesetzt, solche Zukunftsbilder für den eigenen Ort zu entwickeln. Dabei dient die Infothek für Realutopien ebenso als Inspiration wie das Projekt Zukunftsbilder der Scientists for Future. Die erarbeiteten Visionen sind konkret auf Weilerswist zugeschnitten und realistisch umsetzbar.

Realutopien können helfen, sich aus eingefahrenen Denkmustern zu lösen und neue Perspektiven zu entwickeln. Sie zeigen auf, wie Weilerswist klimafreundlicher, sozial gerechter und lebenswerter gestaltet werden kann. Dabei geht es nicht nur um technische Innovationen oder politische Maßnahmen, sondern auch um soziale und kulturelle Veränderungen, die das Miteinander vor Ort stärken.

Der Prozess der Realutopie-Entwicklung

Die Entwicklung von Realutopien erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Individuelle Utopien entwerfen: Einzelpersonen reflektieren ihre Vorstellungen einer idealen Gesellschaft und entwickeln erste Ideen.
  2. Gemeinsame Realutopien formen: In Gruppen werden diese Ideen zusammengetragen und zu einer gemeinsamen Zukunftsvision weiterentwickelt. Dabei stehen Kreativität und Begeisterung im Vordergrund.
  3. Konzepte in die Praxis umsetzen: Die Realutopien werden durch konkrete Projekte und Initiativen verwirklicht.

Ein entscheidender Aspekt dieses Prozesses ist die Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven. Realutopien sollten nicht als fertige, statische Konzepte betrachtet werden, sondern als dynamische Gebilde, die weiterentwickelt werden können und müssen.

Fazit: Zukunft gestalten statt abwarten

Die Vorstellungskraft ist ein entscheidender Faktor für gesellschaftliche Veränderung. Ohne positive Zukunftsbilder bleibt oft nur die Angst vor dem, was kommt. Realutopien bieten eine Alternative: Sie zeigen, dass Wandel nicht nur notwendig, sondern auch machbar ist. Für Weilerswist bedeutet dies, dass es an der Zeit ist, aktiv zu werden, Visionen zu entwickeln und diese gemeinsam in die Tat umzusetzen.

Deshalb unser Motto: Stell dir mal vor – eine gute Zukunft ist möglich!